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Umfangreicher Blick in die Vergangenheit


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Der allererste Sponsor des Grazer Athletiksport-Clubs


Laut "Grazer Tagblatt" vom 24.9.1902:

Im September 1902 hat sich Herr Franz Schreiner, Präsident der ersten Aktien-Brauerei, als unterstützendes Mitglied angemeldet.
 

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Nachdem ich meinen Traum eines Buches über die Vergangenheit des GAK krankheitsbedingt (Herzinfarkt und damit verbundener Gedächtnisverlust) an den Nagel gehängt habe, anbei eine Kurzform: https://ges

Heute vor 16 Jahren war ich furchtbar verkatert.

.... und Protokolle!

2020 jährt sich übrigens zum 70. Mal die Gründung unserer Basketballsektion 1950, die heute als GAK-Kangaroos weiterhin im steirischen Basketballsport mitmischt. Lt. Zeitungsmeldungen wurde schon 1948 die Gründung angekündigt. Treibende Kraft bei der Gründung war u. a. Prof. Alfred Grengg (auch ein erfolgreicher GAK-Feldhandball, u. a. Staatsmeister 1946 und späterer GAK-Präsident)

 

Der GAK ist steirischer Serien- und Rekordmeister bei den Herren (19 x) und den Damen (16 x), die Herren waren Gründungsmitglied der Staatsliga 1959 und spielten bis 1972 größtenteils in den ersten beiden österreichischen Ligen. Die Damen waren zwischen 1981 und 2010 in den beiden höchsten nationalen Ligen (davon 16 Jahre in der Staatsliga A/1. Bundesliga). Leider musste aus finanziellen Gründen 2010 der Rückzug aus dem nationalen Basketball erfolgen. Seitdem gibt es auch keine Kampfmannschaft bei den Damen mehr, aber sehr erfolgreiche Mädchen im steirischen Ligenbetrieb.

 

Die Herren spielen heute in der Landesliga und mit der zweiten Mannschaft in der 1. Klasse und waren zuletzt 2017 steirischer Cupsieger.

 

Weitere Jubiläen:

 

1960 nahm der erfolgreichste Einzelsportler des GAK, der seinerzeit schnellste Krauler Österreichs, Gert Kölli erstmals an den Olympischen Spielen (Rom) teil, wiederholte die Teilnahme vier Jahre später in Tokio (gemeinsam mit der GAK-Schwimmerin Uschi Seitz) - vielleicht hat 2020 wieder ein GAK-Athlet die Chance auf eine Olympiateilnahme, nämlich Wasserspringer Dariush Lotfi. Bisher waren acht GAK-Sportler Olympioniken!

 

1970, jenem Jahr, in dem alle Mannschaftssportarten des GAK in der jeweils höchsten österreichischen Liga vertreten waren (Fußball, Eishockey, Tennis Damen und Herren, Basketball, Wasserball) gewann die GAK-Wasserballmannschaft, unter der Führung des schon oben genannten Gert Kölli, erstmals als Verein außerhalb von Wien den österreichischen Staatsmeistertitel und wiederholte dies 1971. Leider war dann dieses erfolgreiche Kapitel der Vereinsgeschichte auch schon zu Ende und die Mannschaft wechselte geschlossen zum ATSE und setzte dort seinen Siegeszug bis Anfang der 1980er-Jahre fort. 1970 waren übrigens ein Teil unserer Wasserball bei der Europameisterschaft engagiert, nach 49 Jahre Pause war mit Dariush Lofti 2019 wieder ein GAK-Sportler bei den europäischen Wettkämpfen mit dabei.

 

1980 wurde der erstmalige Vizemeistertitel in der Fußballmeisterschaft nur knapp verpasst.

 

Zwischen 1990 und 1995 musste der GAK für fünf Spielzeiten in die zweite Liga absteigen.

 

2000 gewann der GAK zum zweiten Mal den österreichischen Fußballcup. Insgesamt stehen 4 Siege zu Buche.

 

2010 war erstmals seit 1947 keine GAK-Tennismannschaft in der Allgemeinen Klasse in einer österreichweiten Liga. Die Herren spielten von 1947 bis zum freiwilligen Rückzug 2006 durchgehend in der Staats- bzw. Bundesliga und wurde insgesamt 6 Mal österreichischer Meister (1938 - 40, 1989, 1991, 2002), die Damen spielten von 1951 bis 1977 überwiegend bzw. zwischen 2003 und 2009 in der Staats- bzw. Bundesliga. Seit dem Wiederaufstieg 2015 spielen die Damen jetzt wieder durchgehend österreichweit und 2020 wieder in der 1. Liga!

 

W.

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Mag. Adolf Bischofberger (*1900 in Ottensheim, + 30.6.1986 in Bad Vöslau)

Im Jahr 1913 bekam sein Vater Adolf sen. eine Anstellung in Deutschlandsberg zunächst als Lehrer an der Mädchen- und Bubenvolksschule, der er später auch als Direktor vorstand.

Schon bald folgten auch die Beförderung zum Bezirksschulinspektor (1913 bis 1923) sowie die Ernennung zum Regierungsrat. Für den Bezirk Deutschlandsberg  erwarb sich Bischofberger darüber hinaus bleibende Verdienste als Kartograph, der Generalkartenblätter mit den Höhenprofilen sowie Spezialkartenblätter (1:75.000) anfertigte. Auf seinen Übertritt in den Ruhestand 1923 folgte auch ein Wohnortwechsel von Deutschlandsberg nach Graz (Grillparzerstraße 45).

 

Auch seine Söhne Adolf und Friedrich zogen nach Graz, Tochter Elisabeth heiratete am 7.8.1913 Dr. Ignaz Purkarthofer, Lehrer für Geograpie und Geschichte in Pula.
Gemeinsam bezogen sie dort eine Wohnung in der Via Giulia 7. Ignaz Strutz, der Großvater des Bräutigams war übrigens zu dieser Zeit Bürgermeister von Deutschlandsberg.

Die beiden Söhne traten um 1920 dem GAK als Leichtathleten und Feldhandballer bei. Ab etwa 1923 übernahmen sie auch Funktionärsaufgaben im GAK sowohl bei den Leichtathleten als auch in der Handballsektion.

 

Adolf begann das Studium der Pharmazie, das er auch erfolgreich um 1930 abschloss. Neben dem Studium leitete er um 1925 einige Jahre lang jeden Dienstag das Training der Leichtathleten des GAK.

Seine große Leidenschaft war allerdings das Bergsteigen. So trat Adolf Bischofberger bereits 1922 dem Österreichischen Alpenklub bei (Mitgliedsnummer 9). Rasch reichte sein Bekanntheitsgrad über die Grenzen der Steiermark hinaus, nach einigen Jahren war sein Name auch international bekannt. Vor allem Erstbesteigungen der schwierigsten Routen im Hochschwabmassiv zusammen mit Fritz Sikorovsky und Raimund Schinko sorgten für Furore. Aber auch im Dachsteingebiet, am Glockner und im Ausseerland unternahm er Erstbegehungen.

 

Im Krieg holte sich Bischofberger eine schwere Arthrose, die ihm nach dem Krieg das Extrembergsteigen unmöglich machte. Erst im Alter von 60 Jahren eröffnete Bischofberger ein neues Kapitel in seinem Bergsteigerleben. Als Apotheker mit dem Umgang von „Wundermitteln“ vertraut, war es ihm dann möglich noch einige Jahre seinem Hobby nachzugehen.

Für Aufsehen sorgte er 1965 mit einer spektakulären Rettungsaktion in der Südwand des Grundlseer Reichenstein, als er einen abgestürzten Bergkameraden im Alleingang aus dem Fels holte.

Schon schwer von seiner Gelenkskrankheit gezeichnet, übersiedelte er um 1980 von der Grazer Nibelungengasse 26 in ein Pensionistenheim nach Bad Vöslau. Einer der größten österreichischen Bergsteiger und auch ehemaliger GAK-Funktionär starb dort am 30.6.1986.

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Dass der GAK ja im Feldhandball bei den Männern bis in die 1950er-Jahre österreich- und steiermarkweit führend war, viele Teamspieler stellte und 1936 bei Olympia auch zwei Spieler (Walter Reisp, Franz Brunner) bei der Silbermedaille beteiligt waren, ist ja hinlänglich bekannt.

 

Aber auch bei den Frauen waren die Leistungen beachtenswert: 1937 und 1949 kamen die GAK-Damen jeweils in das Finale der österreichischen Staatsmeisterschaft und stellten für die WM 1949 in Budapest mit Erika Hösch (das könnte auch eine erfolgreiche Tennisspielerin sein - vielleicht weiß da jemand mehr? - andere Quellen sprechen von Anni Hösch ...) und Grete Sulzbacher (später auch eine erfolgreiche Leichtathletin in der ab 1949 wieder erstarkten GAK-Sektion) zwei Spielerinnen.

 

Dazu einige kurze Zeitungsmeldungen: 

 

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=obs&datum=19490810&query=text:%22GAK%22&ref=anno-search&seite=3

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dwp&datum=19490824&query=text:%22GAK%22&ref=anno-search&seite=5

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awi&datum=19490922&query=text:%22GAK%22&ref=anno-search&seite=4

 

Man wird immer wieder überrascht und man lernt nie aus ...

 

[update] Österreich wurde als Titelverteidiger diesmal Zweiter, allerdings ist der Status dieses Turniers als Weltmeisterschaft unklar:

 

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vow&datum=19490929&query=text:%22Handball+Weltmeisterschaft%22&ref=anno-search&seite=4

 

W.

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Das Klublokal

In den Anfangsjahren des Grazer Athletiksport Klubs wechselte das „Clublokal“ mehrmals. Zunächst traf man sich jeden Mittwoch im Grand-Hotel Wiesler, dann ab 1904 in der Schwechater Bierhalle, um schließlich im Mai 1904 in den Thonethof (Herrengasse) zu wechseln.
Eine große Rolle in diesen Jahren spielte aber auch das Cafe Kaiserhof (Kaiserfeldgasse/Herrengasse) für den jungen, aufstrebenden GAK.

Nun ist kaum Literatur über den Kaiserhof im Internet zu finden, allerdings gibt es in den damaligen Zeitungen doch einige Hinweise. Eröffnet wurde das
Cafe Kaiserhof am 16.10.1896 im damaligen Gebäude der „Bezirkssparcasse Umgebung Graz“. Cafetier Karl Tanzer konnte aus diesem Anlass die Grazer Prominenz begrüßen. So zum Beispiel Bürgermeister Dr. Portugall, Brigadier v. Sztankovitsch, Statthaltereirath Dr. Ruß und viele andere Damen und Herren der feinen Gesellschaft.
Bei „delicatem Imbiss mit Wein, Champagner und Bier“ wurde vor allem  Architekt Theyer gefeiert.

GAK-Gründungsmitglied Karl Markel führte 1909 vor dem Cafe Kaiserhof erstmals Rollschuhe in Graz vor.

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Wer es noch nicht kennt, bin da gerade auf was gestossen, wo jemand eine ziemlich umfangreiche Trikotsammlung unserer Roten präsentiert: https://www.facebook.com/gaktrikots/?tn-str=k*F

 

Beeindruckend!

 

W.

 

Man kann sagen was man will: Das Ringschuh Trikot hatte für die damalige Zeit echt Stil.

Richtig erschreckt hat mich dagegen im Vergleich das "schwarze Trikot" aus der Oberliga.

Ich hoffe wirklich, dass das der einzige Ausflug in die farblich verachtenswerte Richtung bleibt. Abgesehen davon, dass Schwarz keine Farbe ist.

 

Tolle Sammlung!

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Man kann sagen was man will: Das Ringschuh Trikot hatte für die damalige Zeit echt Stil.

Richtig erschreckt hat mich dagegen im Vergleich das "schwarze Trikot" aus der Oberliga.

Ich hoffe wirklich, dass das der einzige Ausflug in die farblich verachtenswerte Richtung bleibt. Abgesehen davon, dass Schwarz keine Farbe ist.

 

Tolle Sammlung!

Das war dunkelblau, in der Oberliga!

 

Und ja Schwarz ist keine Farbe☺

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Heute vor fast genau 100 Jahren schrieb das Grazer Tagblatt am 24.4.1920

 

Der GAK beschreitet 1920 in der Leichtathletik neue Wege!

In der Steiermark eiferten zahlreiche Vereine dem GAK nach und gründeten Leichtathletiksektionen.
Im Frühjahr 1920 beschritt allerdings wiederum der GAK neue Wege. Er begann nämlich „leichtathletische Damenkurse“. Unter der Leitung von Dr. Arbeiter und Oberleutnant Vrbancic stellten sich auch schon bald Erfolge ein.

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Heute vor 108 Jahren: GAK vs. Arsenal

 

Zum 10. Gründungstag des GAK im Jahr 1912 wollte der Jubilar seinen Fans etwas Besonderes bieten. Schon im Herbst 1909 nahm man daher Verhandlungen mit dem englischen Fußballverein Crystal Palace auf, und schließlich einigte man sich auf ein Spiel am 22.5.1912 in Graz. Aber irgendwie wurde es den Verantwortlichen doch etwas unbequem, denn gleichzeitig mit der Veröffentlichung dieses Termins wurde auch - ohne konkrete Zahlen zu nennen - auf die immensen Kosten der Verpflichtung hingewiesen.

Trotzdem war klarerweise die Vorfreude der Fans und der Grazer Presse. Am 1.5.1912 sagte Crystal Palace allerdings das Spiel ab. Eigentlich nicht nur die Begegnung gegen den GAK, sondern sämtliche geplanten Spiele in Österreich. Finanziell getroffen hat es vor allem die Wiener Vereine, die schon einiges Geld investiert hatten.

Sofort nahm der GAK Verhandlungen mit anderen englischen Vereinen auf. Schließlich einigte man sich am 8.5.1912 mit Woolwich-Arsenal zu einem Spiel am 22.5. in Graz.
Damit holte man sich einen Riesenbrocken in die Körösistraße, denn Arsenal feierte zu dieser Zeit einen Superlauf, die letzten neun Meisterschaftsspiele wurden alle siegreich beendet. Der Kartenvorverkauf in Graz fand in der Spezialitätentrafik in der Herrengasse statt. Die Wertigkeit des Spiels für Graz manifestierte sich auch darin, dass die Grazer Theaterdirektion sogar die Beginnzeiten ihrer Stücke auf  20:00 Uhr nach hinten verlegte.

 

Der GAK verlor am 22.5. schließlich vor 2.500 Zusehern erwartungsgemäß klar mit 6:0 (5:0).

 

P.S.:

Ein heisser Tipp von mir:

Infos über den GAK im Steiermärkischen Landesarchiv:

https://egov.stmk.gv.at/archivinformationssystem/suche/volltext-liste.jsf

Einfach "GAK" eingeben.

Ganz unten oder oben in der Mitte auf der Seite kann man umblättern.

Beziehungsweise ganz rechts (senkrecht) kann man neue Seiten über den GAK öffnen.

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Heute vor 143 bzw. 89 Jahren

Octavia Rollett (* 23.5.1877, † 22.5.1959) eröffnete als überhaupt erste Frau eine Arztpraxis in Graz und war Österreichs erste Sekundarärztin.

1903 wurde Octavia Rollett als 26-Jährige zusammen mit ihrem Bruder Humbert vom „Radbund 1. Bezirk Graz“ des Steirischen Radfahrer-Gauverbandes als Mitglied aufgenommen. Tochter Priska Rollett war das erste weibliche Mitglied des GAK

Die damals 24-jährige Priska Rollett meldete sich im Februar als außerordentliches Mitglied an. Sie entstammte der bekannten Grazer Familie Rollett (Vater war vier Mal Rektor der Uni Graz). Einige Wochen später folgte Frau Olga Weber ebenfalls als außerordentliches Mitglied.
Priska Rollett wohnte am Geidorfplatz 1 und war zuletzt als Obersteuerinspektor am Finanzamt Graz beschäftigt. 1945 floh sie vor den Russen zu ihrem Bruder nach Salzburg, wo sie an Typhus erkrankte und wenige Wochen danach verstarb.
 

GAK-Athlet Hubert Pugl (Jahrgang 1907) startete am 23.5.1931 über die 1.500 Meter und belegte mit 4:02,8 Minuten Rang 58.

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