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Blick in die Vergangenheit


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Reifenwechsel in Rekordzeit, allerdings im Jahr 1906

 

In knapp etwas mehr als 2 Sekunden werden in der Formel I die Reifen (aber samt Felgen) gewechselt. Klarerweise entsteht da unter den verschiedenen Teams ein eigener Wettbewerb in dieser Sache.
Aber schon 1906 fand im Rahmen der Berliner Automobilausstellung eine „Wettmontage der Pneumatiks“ statt.
Auch damals stand ein 2er voran, allerdings in Minuten, denn in 2 Minuten und 26,4 Sekunden wurde ein Angestellter der Fa. Kontinental mit der Montage fertig. Zum Glück für die Teilnehmer startete er außer Konkurrenz.
Hans Senger holte sich schließlich die 200 Mark Siegesprämie ab, 2:55 Minuten reichten aus. Damit verbesserte er den bisherigen Rekord von 3:59,8 um mehr als eine Minute.

Konti-Werbung 1906.jpg

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Weil es so schön zu Weihnachten passt:   In den 1920er Jahren fanden in Wien nahezu wöchentlich Gerichtsverhandlungen nach Anzeigen von gefoulten Spielern statt. Es gab Schuld- und Freisprüche, wobei

Schräge Sache

In eigener Sache! Nach über 2 Jahren Threadbefüllung und etwa 750 Beiträgen geht mein derzeitiges Archiv über den GAK zu Neige. Einige Beiträge habe ich noch auf Lager, dann ist dieser Thread für ein

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Damals war es noch anders!

 

Unter dem Namen „Spielvereinigung Germania“ spielten Wiener Auswahlspieler am 16.5.1906 in Prag gegen Slavia.
Eigentlich für die damalige Zeit nichts Ungewöhnliches. Als „beschämend“ bezeichnete eine Tageszeitung allerdings die 0:14 Niederlage.
Einige Wiener Zeitungen legten erbarmungslos nach, so dass sich auch der Österreichische Fußball-Verband mit einer kleinen Verzögerung dieser "Sache" annahm.
Kurz und schmerzlos war die Besprechung und das Urteil: Alle Spieler der „Spielvereinigung Germania“ fassten unbedingte Strafen aus. Zwischen 14 Tage und bis Ende der Frühjahrssaison bewegte sich der ausgesprochene Strafrahmen.
Unter den Spielern befanden sich durchaus prominente Kicker, wie zum Beispiel die drei Rapidler
Wirt, Wladarz und Kohn sowie Dr. Grünbaum (Vienna).
 

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Apachen und Drohnen in Wien!

 

Wiener Lokalblätter berichteten im Jahr 1909 über Apachen und Drohnen.
Eine gut organisierte Bande – die Apachen von Wien, wie sie sich selbst nannten – zettelten Raufereien in Wiener Gasthäuser an, um die dadurch entstandene Verwirrung für Diebstähle zu nutzen.
Die damalige Gastwirtegenossenschaft trat an den Innenminister und an den Polizeipräsidenten mit der Bitte heran, diesen „Drohnen der menschlichen Gesellschaft“ das Handwerk zu legen. 

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Beamte schlafen nicht nur!

 

Am 8. Dezember 1904 veranstaltete der „Deutsche Fußballclub Prag“ ein internes Match. Eigentlich nichts Ungewöhnliches meint man. Allerdings standen sich nicht die I. und II. Mannschaft gegenüber, sondern es wurde nach Berufsgruppen eingeteilt. Offizielle Bezeichnung „Beamte vs. Studenten“.
Nicht ganz unerwartet siegten die Studenten mit 5:1.
Die Studentenmannschaft wurde als schnell und „stramm“ bezeichnet.

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Damals waren die Frauen offensichtlich noch stärker. Auch ohne Binnen-I und sonstigen Hilfsmitteln.

 

Im Jänner 1913 trat ein 10-jähriges Mädchen vor ein offizielles Schiedsgericht um seine Kraft beim Gewichtheben zu beweisen. Die Wienerin Grete Wolfram erhielt aufgrund der erbrachten Leistung eine Goldmedaille für folgenden Unsinn:
Einarmig reißen aus dem Hang: linke Hand 15,5 kg; rechte Hand 17,8 kg
Beidarmig drücken: 27,8 kg
Beidarmig stoßen (2 Wiederholungen): 35 kg

Ein Journalist kommentierte. „…Dem Papa Wolfram aber kann ich nicht umhin, hiermit - beidarmig - mein lebhaftes Bedauern über seine Verirrungen auszudrücken – ohne jeden Anspruch auf eine goldene Rekordmedaille.“

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Ein Radrennen im Jahr 1913 im Raum Graz bringt einen Sieg für den Grazer Athletiksport-Klub!

 

Ein Straßenrennen über 30 km veranstaltete am 1. Mai 1913 der Grazer Radverein „Edelweiß“ auf der Strecke Puntigam-Neudorf-Puntigam.
Bei Halbzeit in Kalsdorf nach 29 Minuten war das Feld noch sehr kompakt, dann wurde es aber ernst. Drei Mann setzten sich ab, Anton Smolnik (GAK) hatte schließlich im Sprint die Nase vorne. Er siegte vor Simon di Lenardo und Hilarius Fradt.

Am selben Tag stand in Belgien die 3. Etappe der dortigen Landesrundfahrt am Programm. Nach langen 302,5 km (!) setzte sich Marcel Buysse durch. Der Schnitt des Siegers betrug stolze 31,2 km/h.

 

Kurz zum Fußball:
Strum Graz unterlag auswärts gegen den SV Knittelfeld mit 1:2. Überraschend wie eine Zeitung damals meinte. Die Meinung des Generalmangers wurde leider nicht veröffentlicht.

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Im Jahr 1894 war der Bekanntheitsgrad des Fußballsports in Österreich klarerweise noch sehr gering. Umso "sensationeller" zeigt sich daher folgender Zeitungsartikel über ein Match in Wien:

Fußball in Wien 1894.jpg

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Der Grazer Athletiksport-Klub war einst auch in der Leichtathletik ein führender Verein!

 

Der Österreichische Leichtathletik-Verband hielt am 27.1.1913 mit Beginn um 20 Uhr seinen alljährlichen ordentlichen Verbandstag ab (Tischlers Restaurant, Schauflergasse 6, Wien I).
Beim Verbandstag selbst waren aufgrund der damaligen Satzungen die Vereine gemäß der Art ihrer Veranstaltungen mit unterschiedlicher Stimmenanzahl beteiligt


Je drei Stimmen aufgrund internationaler Veranstaltungen:
Wiener-Athletiksport-Klub, Deutscher Sportklub, Wiener Association Football Club, Deutscher Fußball-Klub Prag, Pogon Lemberg, Grazer Athletiksport-Klub, Deutscher Sportklub, Brüx.

 

Als Veranstalter nationaler Meetings je zwei Stimmen die Klubs:
Deutscher Fußball-Klub Brünn, Czarni Lemberg, Wiener Sportklub I, Wiener Amateur-Schwimmklub, Hakoah Wien, Sparta Karlsbad.

 

Als Veranstalter lokaler bzw. Landes-Meetings alle übrigen Verbandsvereine je eine Stimme.


Die Wiener Vereine mussten ihr Stimmrecht durch eigene Vereinsmitglieder ausüben, konnten ihre Stimmen also nicht delegieren.
Selbstverständlich durfte in der Sitzung auch ein Hinweis auf noch ausstehende Verbandsabgaben nicht fehlen.
 

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  • 2 Wochen später...

Wiederum aus der Rubrik "erstmals":

Die allererste Weihnachtsfeier des Grazer Athletiksport-Clubs fand am 19.12.1902 in der Steinfeld*-Bierhalle (Herrengasse) statt.
 

Als „äußerst zahlreich“ beschrieb eine Grazer Tageszeitung den Besuch.
Es wurden auch kleine Theaterstücke aufgeführt, wie „Eine fidele Gerichtssitzung“ oder „Der Mord in der Kohlmessgasse“. Danach trug eine „junge Dame mehrere glücklich gewählte Lieder“ vor.

Hans Hofstätter bewies sich als hervorragender Interpret diverser Schubertlieder. Für Verblüffung und gute Laune sorgten die Zauberparodisten Roman Posch und Karl Markel.
Nach dem Anzünden der Christbaumkerzen (Julbaum) folgte eine Rede des Vereinsobmannes.
Franz Schreiner hielt einen Rückblick auf die noch junge Geschichte des Grazer Athletiksport-Clubs und betonte ausdrücklich, dass diese Feier gleichzeitig auch das Gründungsfest des Vereines darstelle.
Selbstverständlich wurden auch Geschenke und Widmungen verteilt.
Den offiziellen Abschluss des Festes bildete der von Rudolf Brodner komponierte „Athletiker-Marsch“. Große Freude herrschte auch über die mit Zeichnungen illustrierte Weihnachtszeitung.
 

* Aus der Brauerei Steinfeld wurde später die Brauerei Reininghaus
 

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Der Reitsport beim Grazer Athletiksport-Club

 

Der Grazer Athletiksport-Klub teilte in seiner Verlautbarung vom 29.7.1903 mit, dass ab sofort der „obere“ Teil des Sportplatzes in der Körösistraße von der Reitabteilung benützt wird.

"Es ist jedem Clubangehörigen gestattet, denselben für diesen Zweck zu benützen".

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@Grazer Athletiksport Klub

Feldhockey

Fechten

Rodelsport

Bobsport

Schifahren

Rollschuhsport

Vorreiter war der Grazer Athletiksport-Klub in den meisten Sportarten nicht nur in der Steiermark..

Der GAK veranstaltete auch Leichtathletik-Meetings und Radrennen (Mariatrost-Fasslberg bzw. Stübing-Frohnleiten-Stübing mit Siegerehrung im Gasthof Tomahan)

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Eislaufen bitte nicht vergessen. War zwar keine Triple A Sektion, aber für ein paar steirische Meistertitel hats auch gereicht...es gibt sogar Unterlagen der Bundespolizeidirektion Graz, Abt.II., die die Errichtung und den Betrieb eines Eislaufplatzes am vereinseigenen Sportplatz in der Körösistraße im Jahre 1936 genehmigten.

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Linienrichter vs. Schiedsrichter 1:0

 

Am 18. Mai 1910 gastierte der englische Verein Barnsley in Wien. Ohne größere Probleme siegen die Engländer gegen eine Wiener Auswahl mit 3:1 (2:1).

In der 2. Halbzeit foult der Wiener Spieler Fuchs einen Engländer. Beide stürzen und stehen wieder auf, um weiterzuspielen. Plötzlich stürmt Linienrichter Beer auf das Feld und beginnt „geschäftig“ mit Schiedsrichter Frinks zu diskutieren. Er fordert vehement den Ausschluss des Wieners. Irgendwie dürfte das Ganze dann ausgeartet sein, denn der Schiedsrichter bricht das Spiel kurzerhand ab.

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Aus einem Spielbericht in der sozialistischen Zeitung "Arbeiterwille" über ein "Freundschaftsspiel" des GAK gegen den Ottakringer Arbeitersportklub aus dem Jahr 1921:

 

Nach einer groben, vom Schiedsrichter ignorierten Regelverletzung im Strafraum G.A.K.s brachen die Wiener das Spiel ab und
verließen 30 Minuten vor Spielende das Feld und zwar über unsere Initiative [Hervorhebung im Original], weil wir die körperliche Sicherheit unserer
Wiener Sportgenossen, mit denen uns die proletarische Solidarität verbündet, ernstlich gefährdet sahen und weil wir jene Szenen verhüten wollten, die sich
zweifellos abgespielt hätten, wenn diese feisten und gemästeten Sprösslinge der saturierten Grazer Bourgeoisie ihr elendes Handwerk gegenüber den Wiener
Arbeitern fortgesetzt hätten.


Na, das waren noch goldene Jahre des objektiven Sportjournalismus ;)

 

Wenigstens war man freundlich zum GAK, auf dessen Platz immerhin auch vom Gastgeber der Wiener, dem AAC, regelmäßig gespielt wurde...man stelle sich vor wir würden über unseren Vermieter solche Worte finden ;)
 

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  • 2 Wochen später...

Überraschungen wurden endlich unterbunden!

 

1921 fasste der ÖFB in einer Vorstandssitzung folgenden Beschluss:

Von nun am muß bei Meisterschafts- und Cupspielen der veranstaltende Verein seinen Gegner spätestens am Freitag abends davon verständigen, wo und zu welcher Tageszeit das Spiel stattfindet. Außerdem haftet der veranstaltende Verein dafür, dass die Verständigung des Schiedsrichters durch einen Boten im Laufe des Samstages erfolgt. Bei Außerachtleistung dieser Bestimmungen tritt Punkteverluct ein.

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Der Fußballclub Regatta Prag war im September 1894 auf der Suche nach einem Gegner für ein Spiel in Wien:

 

"Die Saison hat bereits begonnen, und hat die "Regatta" schon einige  Uebungsspiele, und zwar gegen eine aus verschiedenen Prager Clubs zusammengestellte Mannschaft auf der Kaiserwiese abgehalten. Die Unterhandlungen wegen der Wettspiele schweben noch, doch ist ein Besuch in Dresden, Berlin und allenfalls Leipzig sicher. Das erste Wettspiel wird das Revanchespiel gegen die fürstlich Thurn- und Taxis`sche Mannschaft in Lautschin sein.

Sehr gerne würde die "Regatta" ein Wettspiel gegen ein Wiener Team ausfechten.

Der Capitän der "Regatta" Herr Ludwig Staray ist noch nicht in Prag, da er Ende September in London gegen das Blackheat-Team mit dem Frankfurter Club spielt".

Dieses Schreiben wurde von Wiener Zeitungen veröffentlicht.

 

Übrigens:

Am 9. Dezember 1894 siegte der First Vienna Cricket and Football-Club in Prag über "Regatta" überraschend mit 3:2.

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Was tut man nicht alles um Zuschauer anzulocken?

 

Das dachte sich auch der Wiener Sportclub bei einem Spiel im Oktober 1908

Der Gegner? Wen interessiert das wirklich?

In der Pause war ein Seilziehen angesagt. 120 stämmige Wiener gegen einen Elefanten des Zirkus Sarasani, das bringt Zuseher. Stimmt auch, nämlich etwas über 3.000. Ansonsten waren etwa 1.000 zu verzeichnen.

Also stemmten sich 120 Athleten gegen den Elefanten. Und sogleich zogen alle Vollgas. Nach kurzer Zeit stellten die Vorstadt-Athlten aber fest, dass der Dickhäuter keine Lust auf ein Duell verspürte. So ließ er Seil eben Seil sein und trabte locker zu seinen Gegnern um seine Sympathie kundzutun.

Nicht gefallen hat es den zahlenden Zusehern. Aber auch das Pfeifkonzert konnte den Elefanten nicht umstimmen.

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  • 2 Wochen später...

Die Internationale Fußballvereinigung und der 1. Weltkrieg

 

Fast makaber lesen sich die Adressen einiger großer Landesverbände der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) im Mai 1915.
Carl Anton Hirschmann* (Holländischer Bankier und Gründervater der FIFA zusammen mit Robert Guerin) veröffentlichte in seiner damaligen Funktion als Schriftführer der FIFA ein Rundschreiben, aus dem hervor ging, „dass derzeit wegen des Krieges die Vereinigung keine Versammlungen abhalten kann.“


In weiterer Folge ist in der Rubrik „Adressenänderungen“ zu lesen:
Englischer Fußballverband: Laufgraben XI, Yserlinie
Deutscher Fußballverband: Oestliche Front, 146. Regiment,  17. Battaillon
Belgischer Fußballverband:  Adresse unbekannt, vermutlich ist der Vertreter kriegsgefangen
Österreichischer Fußballverband: Laufgraben II, serbische Grenze
Ungarischer Fußballverband: Vertreter gefallen

 

*Hirschmann trat nach dem 1. Weltkrieg als FIFA Funktionär zurück, da er einen erheblichen Teil der FIFA-Gelder an der Börse in den Sand gesetzt hatte.
 

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Aus aktuellen Gründen eine Einladung zu einer kleinen Zeitreise

 

In der österreichischen Fußball Bundesliga führt der Wolfsberger AC nach 8 Runden die Tabelle an. Immerhin 3 Punkte Vorsprung auf RBS und ein beeindruckendes Torverhältnis von 19:5.

Aber wo liegen die Wurzeln des Wolfsberger AC und seit wann wird in der flächemnäßig (~279 km²) viertgrößten Gemeinde Österreichs Fußball gespielt?


Einer Zeitungsmeldung vom 10.7.1902 ist im Lokalteil über Wolfsberg folgendes zu entnehmen:
Seit einigen Tagen haben sich mehrere jüngere Herren zusammengefunden, die allabendlich auf dem Jugendspielplatze am Priel mit großer Ausdauer sich dem Fußballspiele hingeben. Mit Ende der schönen Jahreszeit dürfte die Heranbildung der Mannschaft so weit gediehen sein, daß im Laufe des nächsten Jahres einmal ein fremder Platz wird aufgesucht werden können, um die eigenen Kräfte an anderen zu messen.“

 

Morgen geht es wieder um den Grazer Athletiksport Klub!

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Eine Wiener Zeitung befasste sich im August 1919 mit Damenfußball.

 

„Während in Deutschösterreich der Damensport noch recht tief in den Kinderschuhen steckt und die Beteiligung des weiblichen Geschlechtes bei sportlichen Veranstaltungen wie auch im Training verhältnismäßig sehr gering ist, haben die Frauen in skandinavischen Ländern in vielen Sportarten schon festen Fuß gefaßt, so im Schwimmen, Rudern, in der Gymnastik und Leichtathletik. Jetzt suchen sie auch im Fußballsport Bestätigung.
In den großen Städten existieren bereits eine große Anzahl von Fußball-Frauenriegen. In Kristina fand vor einigen Tagen ein Wohltätigkeitsfest statt, bei dem eine Damenmannschaft gegen eine aus Damen und Herren kombinierte Fußballmannschaft ein Wettspiel austrug.
Zur größten Überraschung siegte die Damenmannschaft mit 5:1 Toren.
Dem Spiel wohnten 10.000 Zuschauer bei."

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Die amerikanische Fachzeitschrift „Motor“ veröffentlichte eine Statistik über die weltweite Anzahl der Kraftwagen mit Stichtag Jänner 1914.


USA                                       1.800.000 Kraftwagen

England                                    245.900

Frankreich                                100.000

Deutschland                               57.300

Österreich                                  19.000

Australien                                   15.000

Italien                                          12.000

Russland                                    10.000

Argentinien                                 10.000

Belgien                                         9.000

Dänemark                                    8.000

Spanien                                        8.000

Neuseeland                                  8.000

Britisch-Indien                              7.000

Java+ Sumatra+ Borneo             7.000

Algier                                            6.000

Kapland                                        6.000

Transvaal                                      6.000

Schweden                                    5.000

Schweiz                                        5.000

Brasilien                                        5.000

Mexiko                                           4.000

Bulgarien                                       3.000

Holland                                          3.000

Ceylon                                           2.100

Rumänien                                     1.600

Uruguay                                        1.500

Philippinen                                    1.500

Puerto Rico                                  1.500    

Kuba                                             1.000

China                                            1.000

........

Liberia                                                 1 (!)

 

Morgen geht es wieder um Fußball in der Steiermark. Im Speziellen um einen Sportverein in der Steiermark, dessen Fußballer sich unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg freiwillig wieder in einen bewaffneten Konflikt begeben haben.

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Noch ein halbes Jahr nach Ende des 1. Weltkrieges kam es in Kärnten und Teilen der Steiermark zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit Truppen des damaligen Königreiches Jugoslawien, bei denen es über 300 Tote gab. Die Steiermärkische Landesregierung wie auch die Stadt Radkersburg stifteten aufgrund der intensiven, aber auch erfolgreichen Kampfhandlungen Erinnerungsmedaillen für die Teilnehmer zum Gedenken an diese Abwehrkämpfe.

 

Aber worin besteht nun der Bezug zum Fußballsport?
Dieser erscheint durchaus gegeben, denn der „Brucker Bicycleclub“ hat im April 1919 den damals schon seit langen Jahren bestehenden Fußballplatz auf der Murinsel wunderschön wiederhergestellt und ausgebaut. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden auch Tennisplätze angelegt, und weil man halt gerade beim Bauen war, wurde am Kalvarienberg auch eine Sprungschanze errichtet.
Die Fußballtätigkeit des Bicycleclubs musste zu diesem Zeitpunkt allerdings unterbrochen werden, da „28 Vereinsmitglieder freiwillig zum Schutze der Kärntner Grenzen ins Feld eingerückt sind. Die bereits abgeschlossenen Wettspiele werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben“, so eine obersteirische Zeitung.

 

Aus der Rubrik „GAK-Fans wissen eben mehr“:
Ein Teil der Brucker Fußballer schloss sich der „Freiwilligen-Abteilung forstlicher Studierender in der akademischen Legion zur Verteidigung der Kärntner Südgrenze“ an, die von den Forststudierenden Oberleutnant d.R. Fritz König und Oberleutnant d.R. Adolf Gosna geführt wurden.

 

Morgen geht es wieder um den Grazer Athletiksport-Klub. Im Speziellen um den GAK und die hohe Politik!

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Alfons Gorbach besuchte das Gymnasium am fürstbischöflichen Knabenseminar Carolinum-Augustineum in der Grabenstraße. Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, dass er knapp vor der Matura als Einjährig-Freiwilliger zum Kärntner Infaterieregiment Nr. 7 eingezogen wurde. Bei der 12. Isonzoschlacht erfolgte seine Verwundung und der Verlust des rechten Beines - und danach absolvierte er wieder zurück in Graz die Matura.

Das sgn. "Knabenseminar" (heute "Bischöfliches Seminar" und "Bischöfliches Gymnasium") in der Grabenstraße war das ganze Jahrhundert eine "Hochburg" der GAKler. Einerseits durch die örtliche Nähe, andererseits sicherlich auch durch den akademischen Background. Viele Jahre war an dieser Ausbildungsstätte Fußball streng verboten, es wurde hauptsächlich Handball gespielt. So war der Besuch der GAK-Spiele in der Körösistraße eine gern genutzte (aber höchst illegale) Abwechslung für viele Jugendliche.

Übrigens findet man in den Schülerlisten im Bischöflichen auch einen gewissen Werner Gregoritsch...

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