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Blick in die Vergangenheit


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Weil es so schön zu Weihnachten passt:   In den 1920er Jahren fanden in Wien nahezu wöchentlich Gerichtsverhandlungen nach Anzeigen von gefoulten Spielern statt. Es gab Schuld- und Freisprüche, wobei

Schräge Sache

In eigener Sache! Nach über 2 Jahren Threadbefüllung und etwa 750 Beiträgen geht mein derzeitiges Archiv über den GAK zu Neige. Einige Beiträge habe ich noch auf Lager, dann ist dieser Thread für ein

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Der Kirschen-Aufstand in Graz

 

Im Frühjahr 1920 kam es in Graz zu Ausschreitungen auf den Grazer Marktplätzen. Schuld daran waren die Preise, die für Kirschen gefordert wurden.
Am Jakomiplatz, am Lendplatz und am Kaiser-Josef-Platz wurde blind gewütet, Stände umgeworfen und zerschlagen.

Kaum hatte sich dort die Lage beruhigt, ging es am Hauptplatz und Dietrichsteinplatz zu Sache. Händler wurden verprügelt, ja selbst die Polizei musste Schutz suchen.
In  der Stubenberggasse wurde ein Mann fast gelyncht. Auch in der Gleisdorfergasse spielte es sich ab. Eine Menschenmenge versuchte ein Lebensmittelgeschäft zu stürmen. Nur durch das Verteilen von Hühnereiern konnte die Besitzerin die Plünderung und Zerstörung verhindern.

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Im Mai 1906 trat erstmals ein Ausländer dem GAK als Mitglied bei.


Dr. A. Hargreaves studierte allerdings zuvor einige Jahre in Graz, ehe er nach London zurückkehrte. Seinen Bezug zu Graz verdankt der GAK auch seine drei Spiele (26.4.1905, 19.4.1906, 22.4.1906) gegen die Londoner Pilgrims.
Mister Hargreaves dürfte ein total Sportbegeisterter gewesen sein, denn vor allem beim Grazer Akademischen Sportverein war er überaus akiv.

1902 teilte er dem Grazer Akademischen Sportverein in einem Brief mit, dass er seine in Graz begonnenen Studien nunmehr in Heidelberg abgeschlossen hatte.
Näheres zu den Pilgrims und zur sehr differenzierten Meinung von Dr. Hargreaves über den Grazer Fußball ist hier zu finden:
http://www.grazerak.at/index.php/die-revanche-gak-vs-london-pilgrims-1906

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Wie macht das Strum Graz nur mit der Grazer Presse?


Dass Strum Graz über einen unglaublichen Draht zur Grazer Presse verfügt, ist ja kein wirkliches Geheimnis. Offensichtlich war das aber schon in den Anfangsmonaten des Vereines mit dem unaussprechlichen Namen so.
Im Herbst 1910 spielte also Strum Graz gegen die Grazer Sportvereinigung und kassierte eine 1:5 Klatsche. Im Artikel über dieses Spiel kam der Name Grazer Sportvereinigung überhaupt nur einmal vor! Ansonsten wurde in diesem 15-Zeiler nur über Strum schwadroniert.
Einige Schmankerln daraus:
„Sturm verspricht eine vorzügliche Mannschaft zu werden.“
„Ihr Tormann führte sich gestern sehr gut ein…“

 

Man sieht, dass die Grazer Presse auch schon damals dem schwarz-weißen Denken verfiel.

 

Morgen geht es wieder um den GAK.

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Wer war denn eigentlich der allererste GAK-Spieler in England?


Das war Rudi Stanger, der Goalgetter des GAK der Jahre ab 1907 (in diesem Thread findet sich bereits ein Bericht über ihn, da berühmter Kampfflieger im 1.Weltkrieg).

http://forum.grazerak.at/index.php?/topic/23379-blick-in-die-vergangenheit/page-21&do=findComment&comment=531109

 

Im März 1911 ging er jedenfalls für längere Zeit nach London. Dort spielte er nicht nur Fußball, sondern experimentierte zusammen mit dem damals 24-jährigen Cecil Kny  mit einem neuen Flugzeugtyp. (Kny wurde später Chefingenieur bei Rolls Royce).
http://flyingmachines.ru/Site2/Crafts/Craft28546.htm


Rudi Stanger bereitete höchstwahrscheinlich auch vor Ort die Österreichische Teilnahme am Daily Mail Circuit of Britain air race vor; etwas frei aber im Kern doch gut verfilmt als "die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten".
Leutnant Bier steuerte eine österreichische Etrich-Taube, die im Rennen bei einer Bruchlandung allerdings zerstört wurde.

http://en.wikipedia.org/wiki/Daily_Mail_Circuit_of_Britain_air_race
http://www.flightglobal.com/pdfarchive/view/1911/1911%20-%200625.html
http://www.flightglobal.com/pdfarchive/view/1911/1911%20-%200626.html


Mein Dank an Dr. Olaf Stanger für wertvolle Ergänzungen zu diesen Zeilen über den Flieger Rudi Stanger.

 

P.S.

Wenn man so will, könnte man Franz DIETRICH auch als den ersten echten Legionär des GAK bezeichnen. Im April 1914 wechselte er als Torhüter für ein Jahr zu Eintracht Triest.

Torhüter Dorn (spielte in der 1b-Mannschaft des Grazer Athletiksport Klubs) wechselte 1928 als Spieler zu Bayern München.

Viel später erst, nämlich 1933, wechselte Rudi Hiden von Österreich nach Frankreich.

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Im Mai 1902 öffnete in der Grazer Lichtenfelsgasse 9 ein öffentliches Schwimmbad seine Pforten.


„Das Wasser ist auf 18° R erwärmt“ ist in einer Eröffnungsannonce zu lesen. Klingt auf den ersten Blick eiskalt, aber mit dem „°R „ sind Grad Réaumur gemeint, also nicht Celsius.
Der Umrechnungsfaktor von Réaumur auf Celsius beträgt 1,25. Daher dürfte die Wassertemperatur 22,5° Celsius betragen haben.

Annonce Schwimmbad Lichtenfelsgasse.jpg

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Einer der frühsten Sponsoren des GAK war die Grazer Kleiderreinigung Rugani.
Schon in der 1920er-Jahren wurde der GAK unterstützt.
Ich schreibe das deswegen hier, da es dieses Unternehmen noch immer gibt.

Rugani GAK .jpg

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Heute vor genau 120 Jahren führte eine Kommission die Begehung der geplanten Straßenbahn-Trasse  Jakominiplatz – Schillerplatz durch.


Auch heute vor genau 120 Jahren wurden die neuen Hauschilder in der Hans-Sachs-Gasse  montiert.

In der Sitzung vom 18.3.1895 wurde im Grazer Gemeinderat nämlich beschlossen, die damalige Neugasse in Hans-Sachs-Gasse umzubenennen.
 

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Wüste Szenen am GAK-Platz


Zu Fronleichnam 1913 gastierte der ungarische Verein „33 F.C.“ in der Körösistraße. Dieser Mannschaft eilte der (durchaus berechtigte) Ruf voraus, zwar sehr schönen Fußball zu spielen, allerdings an manchen Tagen hart bis unfair zu agieren.
Der GAK hielt gegen den Favoriten das Spiel lange Zeit offen und war einem Sieg sogar sehr nahe. Der überaus schwache Schiedsrichter ermutigte durch zu große Passivität die Ungarn zu immer ärger werdenden Übergriffen, urteilte eine Wiener Sportzeitung. Schließlich besiegten sie den GAK mit 3:2.
Nach dem Schlusspfiff konnten weder sie noch der Schiedsrichter das Spielfeld verlassen, denn die Volksseele kochte. Die herbeigerufene Polizei musste schließlich mit viel Mühe für Ruhe und Ordnung sorgen.

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Am 28.10.1909 hielt der neugegründete Grazer Rollschuhverein seine konstituierende Sitzung ab.

 

Emil Haar wurde zum Obmann gewählt. Sehr ungewöhnlich für die damalige Zeit war allerdings, dass mit Isa Pitako eine Frau in den Vorstand gewählt wurde, nämlich als Schriftführerin.
Als Übungsplatz diente ein Saal im Restaurant „Zum grünen Anger“ in der Leonhardstraße. Trainingstage waren Montag und Donnerstag jeweils um 18 Uhr.

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Im August 1930 gastierte der Floridsdorfer A.C. in Graz.

 

Zunächst stand ein Spiel gegen Strum Graz am Programm, am folgenden Tag gegen den GAK. Strum Graz traute man durchaus eine Sensation zu, erklärten die damaligen Zeitungen. Vor allem im Wiener Raum wurde Schwarz-Weiß hoch gehandelt.
Zitat aus einer Zeitung nach diesem Spiel: „Aber seid getrost, liebe Grazer, die ihr durch Abwesenheit glänztet, so schlimm wars wieder nicht; Treffer kommen bekanntlich mitunter aus seltsame Weise nicht zustande und gepriesen jener Verein, dessen Anhänger den Verzweiflungsschrei nicht kennen, mit dem ein im Out endender Ball quittiert wird. Die Freunde der Schwarz-Weißen durchlebten bittere Momente, denn immer und immer wieder wurde das anscheinend „todsichere Goal“ in einer Weise „vermasselt", die einfach nicht zu fassen war…“. Schmalz- und Kernöltriefende und pseudo-intellektuelle Zeilen also.
Übrigens, die hochgehandelten Kicker von Strum verloren mit 0:7.


Sofort erörterte die Presse die Frage, wie hoch der GAK denn nun verlieren würde. Um es kurz zu fassen:
Das Spiel endete mit einem 6:2 (3:1) für den GAK.

Das Spiel gegen Strum fand vor fast leeren Rängen statt, beim GAK waren 1.500 Zuseher am Platz. Eingenommen wurden 2.138 Schilling. Nach Abzug der Spesen für Strum und GAK verblieben dem Veranstalter etwa 180 Schilling.
 

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Anfang Dezember 1918 (!) leitete der GAK mit einer Mitgliederversammlung die ersten Schritte ein, um die „Wiederaufnahme der Tätigkeit des Klubs“ im Frühjahr 1919 zu ermöglichen. Einige Tage später fan dann eine Jahreshauptversammlung statt. Klubabende waren zu dieser Zeit immer jeden Freitag im Gasthof „Wilder Mann“ um 18:00 Uhr.


Als erste Sektion nahm die der Eiskunstläufer den Sportbetrieb wieder auf. Am Eislaufplatz der Landes-Turnhalle wurden wieder Trainingstage für das Eistanzen und Kunstlaufen eingeführt. Auch wurde für den 29.1.1919 ein Wettbewerb für Mittelschüler fixiert.
Klubadresse war im Dezember 1918 übrigens: Heinrichstraße 41.

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Schon im Jahr 1894 wurde der Grazer Schloßberg mit dem Fahrrad bezwungen.

 

Franz Trenk vom Grazer-Bicycle-Klub unternahm die „Erstbefahrung“. Vom Karmeliterplatz aus bis zur damaligen Tabak-Trafik neben dem Uhrturm führte die Strecke. Zwar nicht sehr lang, dafür aber steil.
Für großes Aufsehen sorgte dann ein Rekordversuch im Jahr 1909. Eine durchschnittliche Steigung von 8,7% wies die 1.333 Meter lange Strecke von der Wickenburggasse auf das Plateau auf. Die gesamte Strecke war von Schaulustigen gesäumt, wahrscheinlich ähnlich einer heutigen Alpenetappe der Tour de France.
Der bekannte Radrennfahrer Haas benutzte dafür ein modifiziertes Puch-Waffenrad. 14kg schwer und 42/24 übersetzt. Nach 5:52 Minuten blieb bei Zeitnehmer Franz Mlaker die Stoppuhr stehen. Der Rekord war geschafft.
Außer Konkurrenz starteten etwas später Kofler und Preßler auch einen Versuch. Da die Fahrten nicht korrekt beim Verband angemeldet wurden, gab es auch keine Zeitmessung. Laut inoffizieller Zeitnahme war Kofler angeblich deutlich schneller als Haas. Für die Rad-Feinspitz unter uns die Übersetzung von Kofler: 46/24.
Schon Tage vorher tobte in Fachkreisen ein Disput darüber, ob die Bezwingung des Schloßbergs per Rad nicht bleibende Herzschäden verursachen würde. Also wurde vom Radsportverband eine Herzuntersuchung vor- und nach dem Rennen vorgeschrieben.

Am selben Tag wurde der Schöckl erstmals von einem „Automobil“ bezwungen. Oberingenieur Slevogt mit Beifahrer Diescher kämpfte sich mit 22 PS in 29 Minuten bis zum Stubenberghaus durch.
 

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Eine Blamage sondergleichen setzte es für den GAK im Sommer 1910

 

Gegen eine Auswahl junger Spieler der damaligen Grazer 2. und 3. Spielklasse kam man als haushoher Favorit nicht über ein 0:0 hinaus. Dementsprechend waren auch Spott und Häme der Grazer Presse zu vernehmen.

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Sehr ärgerlich sind die permanenten Kostensteigerungen und Gebührenerhöhungen in der heutigen Zeit.
Aber werfen wir einen Blick zurück in das Jahr 1920.
Der Gemeinderat der (damaligen) Gemeinde St. Peter bei Graz sah sich mit einer Strompreiserhöhung seitens der STEG von 400% für Kleinabnehmer und 600% für Großabnehmer vom Grundpreis des Jahres 1913 konfrontiert.
Nach zähen Verhandlungen einigte man sich schließlich auf 300%.

Das wär doch was für die heutigen Energieanbieter, so eine Erhöhung des Grundpreises um 300%.

 

Morgen gibt es wieder was aus der altehrwürdigen Schmankerlstub`n:

Ein Spielabbruch in einem Grazer Stadtderby.

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Wann verursachten eigentlich die Spieler von Strum Graz den allersten Spielabbruch?

 

Nun ja, eigentlich im März 1912 bei einem Spiel gegen den GAK.
Grundsätzlich ein packendes Spiel das hin- und herwogte. Nach einer 2:1 Halbzeitführung für den GAK, zeigte sich auch die 2. Spielhälfte als überaus spannend. Der GAK führte 3:2, als Schiedsrichter Pfeiffer in der 67. Minute einen Elfer für den GAK pfiff. Die Strumspieler sahen die Situation anders und stellten sich als Protest geschlossen in das eigene Tor. Nach kurzer Diskussion brach der Schiedsrichter das Spiel ab.

 

Dazu passend:

http://forum.grazerak.at/index.php?/topic/23379-blick-in-die-vergangenheit/page-21&do=findComment&comment=531246

 

http://forum.grazerak.at/index.php?/topic/23379-blick-in-die-vergangenheit/page-21&do=findComment&comment=531246

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Die ägyptische Mannschaft Arsenal-Kairo unternahm 1927 eine Europatournee. Eigentlich ging es ihnen so, wie es unsereins in Japan gehen würde. Nix verstehn und nix lesen können.


Voll motiviert reiste man in zwei Gruppen an, um sich dann vor dem ersten Spiel in Agram zu treffen. Gefahren sind alle, aber es gab unglaubliche Umstände.
Rund um den Standardkeeper reiste eine kleine Gruppe (nennen wir sie Reisegruppe A) extra nach Europa an, um sich dann mit der restlichen Mannschaft (Reisegruppe B) in Prag zu treffen. Dort war nämlich das erste Spiel angesetzt. Die Reisegruppe A fuhr aber schnurstracks nach Agram und wunderte sich am Sportplatz, dass zu Spielbeginn weder Zuseher noch Spieler anwesend waren.
Die Reisegruppe B spielte dafür mit Ersatztormann und weiteren Ersatzspielern richtigerweise in Prag und bekam als hoher Favorit gehandelt, eine deutliche 2:5 Abfuhr verpasst. Nach Prag stand ein Spiel gegen Agram auf dem Spielplan. Jenes Agram, in dem - wir erinnern uns – die Reisegruppe A schon wartete.
Nun fand das Chaos aber seinen Höhepunkt.

Reisegruppe A (Standardtormann) reiste schon vor Spielbeginn nach Wien ab, wo ja auch ein Spiel am Programm stand, allerdings erst nach dem Match in Agram. Als

Reisegruppe B in Agram eintraf, war Reisegruppe A schon in Wien angekommen. Arsenal Kairo spielte eben wieder mit Ersatzspielern und bekam mit einem 0:11 gegen Gradjanski Agram eine auf den Deckel.
Die gute Nachricht ist dann die, dass man sich anschließend in Wien doch traf.

 

Morgen geht es wieder um den GAK. Aber diesemal nicht um Fußball, sondern um eine Sektion und ihrer ersten Meisterschaftsmedaille.

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Im August 1913 wurde Franz Ircher (späteres Ehrenmitglied des GAK) seitens des österreichischen Fußballverbandes zum Probetraining für das bevorstehende Länderspiel gegen Ungarn eingeladen.

Somit war Franz Ircher nicht nur der allererste Spieler, der in der Steiermark vom damaligen Landesverband gesperrt wurde (Schiedsrichterkritik), sondern auch der erste GAK-Spieler, der zumindest in das Nationalteam schnupperte.
Zu einem Einsatz ist es aber nicht gekommen. Das Spiel in Budapest endete am 26.10.1913 mit einem 4:3 für die Ungarn.

 

Übrigens: Im 11. offiziellen Länderspiel des ÖFB am 6.6.1908 (1:6 Niederlage gegen England in Wien) standen erstmals nicht nur Spieler Wiener Vereine im Team. Schwarz, Cimera, Fischl, Merz und Thurm vom Deutschen FC Prag vertraten Österreichs Farben.

 

Ircher und die Sperre, eine wirklich kuriose Sache:

http://forum.grazerak.at/index.php?/topic/23379-blick-in-die-vergangenheit/?p=530228

 

Ircher und seine schwere Kriegsverletzung:

http://forum.grazerak.at/index.php?/topic/23379-blick-in-die-vergangenheit/?p=527977

Ircher 1.jpg

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In die Zeit der Vereinsgründung des GAK fällt auch eine kuriose Entscheidung der Stadt Dortmund.
Im Juni 1902 ersuchte der dortige Schwimmverein den Gemeinderat um Gewährung einer Subvention von 150 Mark. Eine deutsche Sportzeitung aus diesen Tagen vermeldet im damaligen Schreibstil bissig die Begründung der Ablehnung  der Stadt:
„Man könnte nicht einsehen, daß der Verein in sittlicher Beziehung eine segensreiche Thätigkeit entfalte. Es diene doch wohl nicht zur Hebung der Sittlichkeit, wenn Knaben mit dem nackten Körper und nur mit einem dünnen Badehöschen bekleidet sich im Wasser herumtummeln und gegenseitig mit Blicken bemessen könnten.“

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Was es nicht so alles schon gab!


Im oststeirischen Söchau fand im Jänner 1923 eine Tanzunterhaltung statt. Schon damals war es für Männer wichtig „etwas“ in der Hose zu haben, wenn man sich bei einschlägigen Tänzen an einen Frauenkörper schmiegt. Die Phantasie reicht da von der oft zitierten Hasenpfote bis hin zu einer Banane.


Unser Hauptdarsteller Karl Muhr führte an dieser Position allerdings einen Revolver spazieren. So gegen 23 Uhr verließ Karli offensichtlich nachhaltig illuminiert die Veranstaltung, wankte Richtung Heimat und spielte dabei mit seinem besten Freund in der Hosentasche.

Irgendwann ging dann auch der Revolver los und die Kugel drang in den Oberschenkel ein. Zu Hause angekommen, wollte er die Kugel mit einem Rasiermesser entfernen. Resultat war dann einen noch schwerere Verletzung.

 

Morgen geht es wieder um den GAK!

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Mit großem Engagement und Schwung wurde seitens des GAK die alljährliche Hauptversammlung für Jänner 1923 vorbereitet.

 

Allerdings gab es  - wie schon in diesem Thread beschrieben - noch immer vereinsinterne Spannungen. Der lange vorbereitete Termin konnte wegen „technischer Schwierigkeiten“ nicht eingehalten werden. 
Um wieder halbwegs Ruhe in den Verein zu bekommen, wurde hinter den Kulissen eifrig gebastelt. So kam es im Winterbierhaus zu einem Klubabend des Gesamtvereines, bei dem wichtige Punkte erörtert wurden. Am Tage zuvor traf sich die Leichtathletiksektion zu einer Vollversammlung im Humboldtkeller.
Schließlich einigte man sich darauf, die verschobene GV ehebaldigst nachzuholen.

 

Spannungen im Jahr 1920:

http://forum.grazerak.at/index.php?/topic/23379-blick-in-die-vergangenheit/?p=531492

 

Spannungen im Jahr 192:

http://forum.grazerak.at/index.php?/topic/23379-blick-in-die-vergangenheit/?p=530811

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