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"Sklave" Cristiano Ronaldo?


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Der Ton wird rauer

 

Ronaldo verdient bei Manchester United 150.000 Euro pro Woche.

Das Tauziehen um Cristiano Ronaldo wird härter, der Ton immer rauer. Mitverantwortlich dafür ist auch FIFA-Präsident Sepp Platter, der sich im Transferpoker zwischen Real Madrid und Manchester United um den portugiesischen Superstar zu Wort meldete.

 

"Ich bin stets dafür, Spieler zu schützen. Und wenn der Spieler gehen will, dann soll man ihn gehen lassen", sagte der Schweizer. Die von den Spitzenclubs geübte Praxis, ihre Topspieler mit langfristigen Verträgen zu binden, um bei einem vorzeitigen Wechsel hohe Ablösesummen zu erzielen, verurteilte Blatter scharf.

 

"Im Fußball wird zu viel moderne Sklaverei betrieben", war der oberste aller Fußballfunktionäre in seiner Wortwahl nicht zimperlich und sorgte damit für Entsetzen bei Clubs und Managern.

 

"Er hat völlig recht"

Für Ronaldo war diese Aussage indes ein gefundenes Fressen. Im portugiesischen Fernsehen nahm der 23-Jährige abermals zu seinem Fall Stellung und machte sich damit wohl bei ManU noch weniger Freunde - was höchstwahrscheinlich eiskalt kalkulierte Absicht war.

 

"Ich bin absolut der Meinung des Präsidenten. Er hat völlig recht", sagte Ronaldo und implizierte damit indirekt, dass er sich als Sklave fühle.

 

"Alle wissen, was ich will"

Ronaldo wiederholte zudem seinen Wunsch, zum spanischen Meister zu wechseln. Bisher ist jedoch keine offizielle Anfrage von Real bei ManU, wo er noch einen gültigen Vertrag bis 2012 besitzt, eingetroffen. Laut Berichten sind die "Königlichen" bereit, 85 Millionen Euro für ihren Wunschspieler zu bezahlen.

 

"Alle wissen, was ich gesagt habe und was ich will. Für mich gilt es jetzt einfach abzuwarten und zu sehen, was passieren wird", sagte Ronaldo und beteuerte, dass er mit Real noch keine Absprache getroffen habe.

 

Herbe Kritik

In England führten die Aussagen von Ronaldo und Blatter indes zu herber Kritik von Vereinen und Medien. "Alle unsere Spieler - wie auch bei anderen Clubs - unterschreiben ihre Verträge nach einer fairen und offenen Verhandlung. Viele auch mit dem Rat eines bei der FIFA registrierten Agenten", lautete die Stellungnahme von Manchester United.

 

"Es wäre vielleicht sinnvoll, die Leute daran zu erinneren, dass Sklaven, in welchem System auch immer, niemals für ihre Arbeit entlohnt wurden", war William Gaillard, die rechte Hand von UEFA-Präsident Michel Platini, über den Vergleich mit der Sklaverei verärgert und spielte auf die horrenden Gagen der Stars an.

 

Schonungslose Abrechnung

Ein Umstand, der auch die britischen Medien auf die Palme treibt. Die "Sun" veröffentlichte nach den umstrittenen Aussagen ein Foto, auf dem Ronaldo in inniger Umarmung mit seiner Freundin beim Sonnenbaden zu sehen ist, und listete die Einkünfte des Portugiesen auf.

 

Pro Woche verdiene er 150.000 Euro, er lebe in einem fünf Millionen Euro teuren Haus, habe sich um knapp eine Million einen Bugatti Veyron bestellt und mit Nike einen Werbevertrag über 29 Millionen abgeschlossen, so die wortwörtlich schonungslose Abrechnung mit Ronaldo.

 

Bis zu zwölf Wochen Pause

Wie es mit dem Spieler nun weitergeht, ist völlig unklar. Ronaldo, der im Vorjahr für ManU insgesamt 42 Tore erzielte, rechnet nach seiner erfolgreich verlaufenen Knöcheloperation mit einer Pause von zehn bis zwölf Wochen.

 

"Ich habe keine Schmerzen, aber es wird zwei Monate oder mehr dauern, bis ich wieder spielen kann. Wo ich meine Saison allerdings beginnen werde, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen", erklärte Ronaldo.

 

Quelle: http://sport.orf.at/080711-6692/index.html

 

Da haben sich mein Lieblingstrottelfunktionär Blatter sowie der Herr Ronaldo aber wirklich ausgezeichnet! 7,8 Millionen Euro (= 107 Millionen Schilling...) pro Jahr. Ein befristeter Vertrag, den er selbst unterschrieben hat. Aber weil er nicht dorthin gehen darf, wo er noch mehr Geld bekommt (von verdienen kann man da eigentlich nicht mehr sprechen) ist er jetzt ein "Sklave". Ich nehme an, die meisten Sklaven der Vergangenheit und der Gegenwart würden mit ihm tauschen.

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wir erinnern und auch an dumpfbacke carlos tevez, der unbedingt zu Manchester wollte und deshalb im Manchester-Trikot zu einer Pressekonferenz seines damaligen Clubs in Brasilien erschienen ist. Wenn man ein Profi sein will, dann sollte man entweder keine langfristigen verträge abschließen oder aber dann nicht jammern, wenn die Gegenseite diesen erfüllt wissen will. oder: weniger kassieren, mehr spaß im leben (und beim richtigen verein spielen).

 

Nieder mit dem modernen Fußball!

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weniger kassieren, mehr spaß im leben (und beim richtigen verein spielen).

 

Nieder mit dem modernen Fußball!

 

Du sagst es. Sepp Blatter hat nicht Unrecht, mit dem was er meint, nur von Sklaverei kann man nicht sprechen, weil

1) die Spieler fast immer voll muendige (volljaehrige) Personen sind, die so schlau sein sollten, dass sie, wenn sie einen Vertrag bis 2012 unterschreiben, sich auch dessen Konsequenzen bewusst sind und nicht von der Marie blenden lassen

2) ein Sklave niemals fuer seine Dienste entlohnt wird.

 

Ok, ein Spieler kann nicht wissen, was er wann wie will, wann er weg will oder so. Dass er das oft nicht wissen kann, sollte er aber wissen und daher keine langfristigen Vertraege abschliessen. Und wenn er nicht so schlau ist und in die ManU-Geldfalle tappt, dann muss er unter den Konsequenzen leiden. Und die schauen so aus wie die von Cristiano Ronaldo.

Geld allein macht nicht gluecklich, oft macht weniger Geld sogar gluecklicher als viel Geld! Ueberbezahlte Stars und superreiche Klubs! Das ist der moderne Fussball! Daher: GEGEN DEN MODERNEN FUSSBALL!

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  • 9 Jahre später...
  • 2 Jahre später...

Und noch etwas: Es schmerzt richtig den Vergleich zu sehen zwischen 2.und 3. der italien. Liga mit dem heutigen Spiel WAC gegen den Lask. Das sind Welten hinsichtlich Tempo, Technik und Spielauffassung. Da kann die heimische Presse noch so jubeln nach dem Aufstieg des LASK im Europacup. Der aktuelle österr. Fussball ist nur Mittelmaß wie auch das Nationalteam. Punkt und aus.

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