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Umfangreicher Blick in die Vergangenheit


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48 Antworten in diesem Thema

#41 aufewigrot

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Geschrieben 19 November 2019 - 21:18

Danke für den interessanten Zusammenhang.
Wusste mangels gesehener Videos gar nicht, dass Gorbach nur 1 Bein hatte.
Wenn man übrigens auf Wiki seine Polit-Karriere eingebettet in seiner Partei durchliest, könnte das auch gestern heute morgen dort so sein.
Da hat sich in der Kultur hinsichtlich Sessel sägen nichts verändert. Ein Roter bei den Schwarzen und Ehrenobmann auf Lebenszeit. Das bleibt dann wohl auch einzigartig.  :cool: 

Auch Bundespräsidentschaftskandidat war er.
 


Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach wohl die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben. (Georg Christoph Lichtenberg) 

Nebenbei: Meyers Enzyklopädie von 1890: Kohlendioxid, Bestandteil der Atmosphäre von 0,04 %.  2019: Bestandteil von CO2 der Atmosphäre 0,04%. 


#42 Grazer Athletiksport Klub

Grazer Athletiksport Klub

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Geschrieben 23 November 2019 - 00:05

Wer war eigentlich der ranghöchste Politiker, der jemals GAK-Mitglied gewesen ist?

Dr. Alfons GORBACH (*2.9.1898, +31.7.1972) lautet die schlichte Antwort.
Österreichischer Bundeskanzler von 1961 bis 1964 und GAK-Mitglied in den 1920/1930er-Jahren.

Darüber hinaus war er auch im Vorstand des Steirischen Fußballverbandes tätig.

 

Noch eine Ergänzung zu Alfons Gorbach: er war von 1966 - als Nachfolger von Rupert Roth - bis zu seinem Tode 1972 im Übrigen auch 1. Präsident des Gesamt-GAK.

 

W.


DER GAK IST WIEDER DA!

 

"So viele Dinge kommen zurück und sind wieder "in". Ich kann es kaum erwarten, bis Moral, Respekt und Intelligenz wieder im Trend sind." (Denzel Washington)

 

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen." (Carlo Schmidt, SPD, 1948)

 


#43 Hawaii

Hawaii

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Geschrieben 27 November 2019 - 15:41

Obmann Direktor Roman Posch (*1882, +1961)

 

Obwohl Roman Posch erst im April 1904 eine offizielle Funktion beim GAK übernahm, taucht sein Name schon bei der allerersten Weihnachtsfeier des Grazer Athletiksport-Clubs auf. An diesem 19.12.1902 in der Steinfeld-Bierhalle (Herrengasse) sorgte er als „Zauberparodist“ zusammen mit Karl Markel für Verblüffung und gute Laune.

Ab 1904 wirkte er viele Jahre lang als Kassier und Schriftwart. Besonders engagierte er sich in der Fechtsektion sowie bei den Leichtathleten.

Um 1911/12 führte er auch die Geschäftsstelle des Illustrierten Österreichischen Sportblattes in Graz.

 

Als Verteidiger des GAK-Platzes in den Kriegsjahren 1914 bis 1918

Höchstwahrscheinlich war Roman Posch wegen seiner Augenverletzung frontuntauglich. Zumindest erfolgte keine Einberufung zur kämpfenden Truppe. So wurde er vom Militärkommando am Grazer Hauptbahnhof dem Paketdienst zugeteilt. Damit konnte Roman Posch seine gesamte Kraft der Erhaltung und dem Schutz des Sportplatzes in der Körösistraße widmen.

Mit Duldung und teilweiser sogar aktiver Unterstützung der steirischen Landespolitik repräsentierte Roman Posch im Alleingang den GAK in den Kriegsjahren 1914 bis 1918, da ja nahezu alle Funktionäre und Aktive im Feld standen.

 

Im Laufe des Jahres 1915 wurde Roman Posch zum Verteidiger des GAK-Platzes in der Körösistraße. Die Begehrlichkeit auf den Platz selbst war ja vor allem in den ersten Kriegsjahren immens. Auf der einen Seite drängte das Ältere Grazer Mühlenkonsortium als eigentlicher Platzbesitzer darauf, den Pachtvertrag mit dem GAK zu lösen. Auf der anderen Seite war das verständliche Bestreben der Grazer Bevölkerung auf jedem Fleckchen Grazer Erde Nahrungsmittel (Kartoffeln) anzubauen.

Als quasi „Alleinunterhalter“ berief er GAK-Sitzungen ein, übernahm als einziger Anwesender die wichtigsten Funktionen und erhielt damit zumindest am Papier den Verein Grazer Athletiksport-Klub am Leben.

 

Jung-Österreich

Schon im Kriegswinter 1915 gründete sich in Graz eine Organisation zur militärischen Erziehung der Mittelschuljugend. Binnen kurzer Zeit traten über 500 Mittelschüler dem steiermärkischen Landesverband "Jung-Österreich" des k.k. Reichsbundes der patriotischen Jugendorganisation in Österreich bei.

 

Nun kam Roman Posch ins Spiel. Zusammen mit dem Statthalter der Steiermark, Manfred Graf von Clary und Aldringen, stellte er den GAK-Platz für militärisch-sportliche Übungen zur Verfügung. Der Grazer Militärkommandant Feldmarschall Leutnant Erwin v. Mattanovich übernahm das Protektorat und so blieb der GAK-Platz eigentlich vom Zugriff des Mühlkonsortiums ebenso wie vom Anbau diverser Lebensmittel und weiterer Zweckentfremdung zunächst verschont.

 

Trickreich und erfolgreich

Posch griff im Jahr 1916 ganz tief in die Trickkiste und bat den Fechttrainer des GAK, Professor Emirio Tomazzoni, zusammen mit seinen Schülern Bajonettangriffe darzustellen. Gerade von diesen Bajonettkämpfen zeigte sich das hohe Militär begeistert und gewährte Roman Posch und dem GAK-Platz eine weitere Verschnaufpause.
Klarerweise konnten die Schüler nicht täglich ihre Kriegsübungen durchführen und bald war Roman Posch wieder in der Zwickmühle. Nun kam ihm aber neuerlich eine weitere grandiose Idee. Als Postbeamter in der Grazer Hauptpost war er auch am Rande mit dem "1. Alpenländischen Jagd-, Polizei- und Kriegshunde-Klub" vertraut, der seinen damaligen Vereinssitz in der Hauptpost hatte. Also wurde der Hunde-Dressurplatz ganz einfach und ohne viel Theater auf den GAK-Platz verlegt.

Daneben sorgte Posch auch dafür, dass Fahrübungen mit kriegstechnischen Fahrzeugen und militärisches Radfahren in der Körösistraße stattfanden.

 

Roman Posch stemmt sich gegen deutschnationale Ideologie beim GAK

Im Frühjahr 1920 fand wie alljährlich eine Jahreshauptversammlung des GAK statt und Obmann-Stellvertreter Albin Sorger-Domenig begrüßte zahlreiche Gäste, besonders aber den Grazer Vizebürgermeister Mag.pharm. Adolf Fizia („Hirschenapotheke“) sowie ranghohe Vertreter des Akademischen Sportvereines Graz.

Sorger-Domenig gab in seiner Rede bekannt, dass die Mitglieder des ASV Graz dem GAK beigetreten sind, da für sie keine Sportplätze mehr zur Verfügung standen. Der Mitgliederstand des GAK sei dadurch auf 341 geklettert, so Sorger-Domenig.

 

Auch Neuwahlen standen am Programm.

Adolf Fizia wurde zum Obmann gewählt, Dr. Leopold Böhm zum 1. Obmann-Stv., Dr. Busson zum 2. Obmann-Stv.


Allerdings begannen im Frühjahr 1920 auch unglaubliche Spannungen innerhalb des Vereines, denn die Anzahl der Verfechter der “deutschnationalen“ Ideologie
stieg stark an.

Autor Johannes Sachslehner bezeichnet in seinem Buch „1918: Die Stunden des Untergangs“ (Styria Verlag 2014) Adolf Fizia als „glühenden Deutschnationalen“.

Roman Posch und Emanuel Slama stemmten sich vereinsintern ganz massiv gegen diese Strömung, standen aber auf verlorenem Posten.

 

Ehrenmitgliedschaft

Für das Bravourstück zur Erhaltung des Sportplatzes wurde Roman Posch im Jahr 1922 zum Ehrenmitglied des GAK ernannt. Eigentlich war er damit der erste „echte Nichtsportler“, der Ehrenmitglied wurde.

Die feierliche Überreichung des Dekretes und der dazugehörigen Urkundenrolle (schwarz mit goldfarbenen Applikationen) fand allerdings erst am 21.9.1927 statt.

 

Und wieder Nachkriegsjahre für den GAK

In den schweren Nachkriegsjahren 1946 bis 1949 führte er als Obmann den schwer angeschlagenen GAK den Weg in geordnete Verhältnisse über. Unter seiner Obmannschaft fand ein großartiger sportlicher Aufschwung statt.

Nach seinem krankheitsbedingten Übertritt in den Ruhestand als Postoberoffizial in den späten 1930er-Jahren übersiedelte er von der Heinrichstraße 18 in die Heinrichstraße 41 und bewies als behördlich konzessionierter Realitätenvermittler wirtschaftliches Geschick.

 

Das Lebensende

Im März 1961 verstarb Roman Posch im 79. Lebensjahr. Der damalige Obmann Hofrat Dr. Konrad Reinthaler hielt am offenen Grab (St. Leonhard Friedhof) bewegende Worte und beschrieb Posch an diesem Gründonnerstag nicht nur als treuen Mentor der Aktivitas des GAK, sondern auch über viele Jahre hinweg als Seele des Vereines.

 

Sponsor des GAK

Familienmitglieder führten in den 1960er und 1970er-Jahren ein Pretiosengeschäft auf der rechten Murseite und unterstützten den GAK auch oftmals als kleinere Sponsoren.



#44 aufewigrot

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Geschrieben 28 November 2019 - 22:59

Man kommt zweifelsohne zum Schluß: Roman Posch war ein aufrichtiger, roter Held. Ohne ihn gäbe es uns wohl gar nicht mehr.
Danke, Hawaii für diese Episode!


Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach wohl die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben. (Georg Christoph Lichtenberg) 

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#45 Hawaii

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Geschrieben 29 November 2019 - 09:13

GAK-Marathonmann Simon Woisk

 

Die GAK-Lauflegende Ferdinand Friebe entdeckte den jungen Woisk, holt ihn zum GAK und war für sein Training in späteren Jahren verantwortlich.

 

Simon Woisk belegte in der Marathon-Jahresweltbestenliste 1926 mit 2:50:28 Stunden (aufgestellt am 26.9.1926 in Wien) den ausgezeichneten 24. Rang.

 

In dieser Liste für 1927 reichten seine 3:11:08 vom Wien-Marathon am 18.9.1927 aber nur  mehr für den 131. Rang.

 

1926 dürfte so und so sein Paradejahr gewesen sein, denn bei den Österreichischen Marathon-Meisterschaften belegte er den 2. Platz hinter dem Wiener Tuschek.

Höchstwahrscheinlich hat Woisk den Sieg etwas vergeigt. Viel zu langsam dürfte er angelaufen sein, denn die beiden Wiener Läufer Josef Franz und Franz Tuschek waren schon weit vorne, ehe Woisk erst so richtig Tempo aufnahm.
In seinem Windschatten hielt sich der Oberösterreicher Franz Kladevich auf und ließ sich vom GAK-Athleten ziehen. Sie überholten noch Franz, das war es aber schon. Woisk wurde 2. und Kladevich 3.

Inwieweit aber der Wind für diese ausgezeichnete Zeit von 2:50 verantwortlich war, lässt sich nicht mehr eruieren. Aber höchstwahrscheinlich schon, denn bei diesem Bewerb purzelten Rekorde und persönliche Bestzeiten im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Zeiten wurde entweder nie mehr erreicht oder erst viele (Trainings-)Jahre später.

Aufmerksam auf Woisk wurde die Wiener Laufszene als er im Frühjahr dieses Jahres den Wiener Helden-Lauf über 30 Kilometer in souveräner Manier für sich entscheiden konnte. Als Außenseiter gehandelt, hängte er nationale und internationale Elite ab und erreichte mit 2:12:44 Stunden eine phänomenale Zeit auf der schwierigen Strecke der Wiener Höhenstraße.

 

Kurios gestaltet sich aber ohne Zweifel die damals noch durchgeführten Österreichische Meisterschaften über 25 Kilometer. Jeder der drei aktuell Führenden hatte einen Radfahrer seitens des Veranstalters als quasi Orientierung gestellt bekommen. Lange befand sich Woisk an 2. Stelle, als er bei ungefähr 20 Kilometer dann ordentlich das Gaspedal durchdrückte und den Radfahrer anhielt schneller zu fahren, fuhr dieser auch schneller. Aber nicht Richtung Ziel, sondern nach Hause. Irgendwann bemerkte Woisk, dass er sich nicht mehr auf der Strecke befand und suchte sich selbst den Weg in Richtung Ziel. Als er sich dann gar nicht mehr auskannte, musste er Spaziergänger um den richtigen Weg fragen.

Er belegte schlussendlich noch den 4. Platz. Nach einem geharnischten Protest des GAK entschuldigte sich schließlich der peinlichst berührte veranstaltende Wiener Leichtathletikverband. Nachmessungen haben dann ergeben, dass Simon Woisk fast exakt 1,2 Kilometer Umweg lief.

 

Beruflich war Woisk in seiner Grazer Zeit beim Bundeheer als Zugsführer beschäftigt. Um 1930 fand er eine Anstellung bei der Wiener Post und wechselte dadurch auch zum Post SV Wien.

Tragisch war dann sein Tod. Beim Wintertraining für die Saison 1933 zog er sich eine Verkühlung zu, die dann in eine Grippe ausartete. Im Februar 1933 verstarb der beste Langstreckenläufer des GAK aller Zeiten daran.

 

Zum Gedenken an Simon veranstaltete der GAK über Jahre hinweg einen internationalen Simon-Woisk-Gedenklauf über 15,6 Kilometer. Auch beim Wien Marathon in diesen Jahren wurde ein Simon-Woisk-Gedenkpreis vergeben. Diesen Preis wurde dem Zweitplatzierten in der Gesamtwertung überreicht.

Auch zu Gedenkläufen in Wien kam es , allerdings nur für Staffeln über 3x10 Kilometer. Start war in der Laxenburger Allee beim Kilometerstein 5, Ziel in Hennersdorf.
 



#46 Hawaii

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Geschrieben 30 November 2019 - 18:56

Ing. Karl Arnoldi jun. (geb. um 1900 in Wien)

Die Familie
Großvater und Bauunternehmer Ing. Leo Arnoldi sowie Vater Ing. Karl Arnoldi waren federführend bei wichtigen Straßen- und Eisenbahnprojekten um 1890/1900 in Österreich beteiligt. Auch beim Bau der Wiener Hochquellenleitung bewies sich das Bauunternehmen Arnoldi ( Wien XIX, Peter-Jordan-Straße 74). In Anbetracht seiner Verdienste wurde Karl Arnoldi sen. auch Kaiser Franz Joseph vorgestellt.

 

Arnoldi brachte den Eishockeysport nach Graz

„Unser“ Arnoldi kam etwa um 1925 von London nach Graz, um an der Technischen Hochschule Graz zu studieren. Schon bald trat der Eishockeyverrückte dem GAK bei und
verdrehte mit diesem Sport zahlreichen Sportlern den Kopf. Wobei die Leichtathleten den Hauptbestandteil der Spieler bildeten.

Arnoldi selbst erlernte den Sport bei den Londoner Lions.

Somit sprang der Funke auch auf die GAK-Funktionäre über und im Jänner 1926 wurde die Eishockeysektion des GAK gegründet (Sektionsleiter war Hermann FRITZ).

 

Zunächst galt es einmal technische Probleme zu lösen. Es gab schon zu dieser Zeit in Graz nur wenige Eisflächen auf denen Hockey gespielt werden konnte. Zunächst bot sich in der Schützenhofgasse ein kleiner Platz an, dann wich man zum Teichhof in St. Peter aus. Am oftmals frequentierten Hilmteich waren die Platzverhältnisse so mickrig, dass  auch nicht mehr als ein Geschiebe zustande kam. Also ging es mehrmals zum Thaler See, hatte dort aber so gut wie keine Zuseher.

Dann sprach die Stadt Graz auch noch ein Hockeyverbot am Hilmteich aus. Erst nach einem energischen Einschreiten von Klubobmann Hofrat Krodemansch bei Vizebürgermeister Pertassek nahm man das Verbot zurück.

 

Nachdem Arnoldi sein Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, ging er wieder nach Wien zurück. Er spielte dort noch bei einigen Vereinen, ehe er seine aktive Karriere beendete und nur noch als Schiedsrichter fungierte. Im Jahr 1930 erfolgte seine Wahl zum Rechnungsprüfer des Österreichischen Eishockeyverbandes.

 

Beruflich scheint es nicht so toll gelaufen zu sein. Arnoldi versuchte sich mehrmals mit der Planung und Umsetzung spektakulärer Straßenbauprojekte, konnte aber keines umsetzen. Noch vor dem 2. Weltkrieg nahm er daher eine Anstellung bei Semperit in Traiskirchen an.



#47 aufewigrot

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Geschrieben 30 November 2019 - 22:53

Für die Statistiker unter uns nach dem 3:3 in Amstetten... vielleicht erleben wir gerade etwas für die GAK-Geschichtsbücher.
Denn 5 Remis sind vermutlich ein Novum in der GAK Geschichte:

Bis zurück zu 1951, also fast 70 Jahre, gab es keine 5 Remis in Folge in GAK-Pflichtspielen.

Am Ehesten kommen diese Serien hin:

1995: 4x
1979: 4x
1980: Eine Besonderheit: Es wäre 5x in Folge sogar immer nur ein 1:1 geworden, wenn Rudi Steinbauer in Salzburg beim 4. Spiel in der Reihe nicht noch das 2:1 gemacht hätte. So waren es nur 3x 1:1 und das 5. Spiel in dieser Serie dann auch ein 1:1

Nachdem in früheren Zeiten in den alten Liegen eher deutlichere Unterschiede in den Spielergebnissen die Regel waren, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass diese 5x Remis in der ganzen GAK-Geschichte einzigartig sind. Wenn jemand dazu Quellen hat, bitte nur her damit.

Grundsätzlich setzte sich in der Recherche der Trend fort: Der GAK war grundsätzlich in seiner Geschichte keine Remis-Mannschaft. Vielleicht ein kleiner Indikator dafür, warum dieser Verein in seiner DNA etwas ganz Besonderes für die Leidenschaft ist.


Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach wohl die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben. (Georg Christoph Lichtenberg) 

Nebenbei: Meyers Enzyklopädie von 1890: Kohlendioxid, Bestandteil der Atmosphäre von 0,04 %.  2019: Bestandteil von CO2 der Atmosphäre 0,04%. 


#48 Hawaii

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Geschrieben 01 Dezember 2019 - 09:47

Dieser Blick in die Vergangenheit der Grazer Sportszene zeigt wie eng verwoben die damaligen Vereine waren. So war es nicht ungewöhnlich, dass ein-
und dieselbe Person bei unterschiedlichen Sportvereinen als Obmann bzw. in einer führenden Leitungsposition tätig war. Bei diesen Personen handelte es
sich vowiegend um Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und um Wirtschaftstreibende.

 

Es war eine Zeit des großen Umbruches in der Grazer Sportszene. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde Sport vorwiegend in Turnvereinen und
Schwerathletikvereinen (Ringen, Gewichtheben) betrieben, diese schotteten sich allerdings gegenüber den aufkommenden Sportarten (Fußball, Lawn-Tennis, Leichtathletik, Radsport, Motorsport und Flugsport) mehr oder weniger strikt ab. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis die Grazer Jugend ihre eigenen Vereine gründeten.

 

Sie befreiten sich von einengenden Turntraditionen und forderten individuelles Sportvergnügen, moderne Ballspiele und Freiluftsport abseits von Turnfesten. In den folgenden Jahren war es im steirischen Sport nahezu ausschließlich der GAK, der neuen Sportarten und neuen Trainingsmethoden offen gegenüberstand.
Ohne Zweifel geschahen in der Euphorie des schnellen Wachstums des GAK auf Funktionärsebene und bei den Aktiven teilweise auch grobe Fehler und
Fehleinschätzungen. Galt der GAK auch nach Ende des 1. Weltkrieges als vermögender Verein, so waren um 1926/27 teils drastische Sparmaßnahmen notwenig,
um das Überleben des Vereines garantieren zu können. Zu schnell wuchs der Verein in infrastruktureller Hinsicht. 

 

So homogen der Verein in diesen beiden Jahren nach außen wirkte, so heterogen war er in dieser Zeit im Innenverhältnis. Zu den finanziellen Problemen gesellten sich Zerwürfnisse der Funktionäre untereinander und auch durch die stete Steigerung der Mitgliederzahlen kam es unter den Aktiven zu Spannungen.
 



#49 Hawaii

Hawaii

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Geschrieben Heute, 10:26

Am 25. Juni 1919 wurde in feierlicher Weise der Sportplatz des Deutsch-alpenländischen Fußballverbandes am Grazer Lazarettfeld eröffnet.
In Anerkennung  der vom Deutschen Sportclub Graz geleisteten Herstellungsarbeiten wurde diesem vom Verbandsvorstand das Eröffnungsspiel zugesprochen. Als Gegner suchte man sich den Grazer Athletiksport-Klub aus.
Zunächst hielt Verbandsobmann Albert Gaischeg* mit einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung der Sportplatzeröffnung für den Grazer Fußballsport hin.

 

Das Spiel selbst verlief einseitig, stand es zur Pause doch schon 3:0 für den GAK.
Da keine der beiden Mannschaften ihre besten Spieler stellte, verlor das Match nach der Pause zunehmend an Tempo. Dem DSG Spieler Suzzanetz gelang in der 70. Minute der Ehrentreffer, der jedoch nicht wesentliches am Endstand von 4:1 änderte.

Als Schiedsrichter fungierte Franz Dietrich**.

 

Aus der Rubrik „GAK-Fans wissen mehr“:

* Albert Gaischeg spielte einstmals beim GAK und war bei uns auch Funktionär

** Franz Dietrich GAK-Sportler (Schwimmen, Fußball etc.), Ehrenmitglied und Funktionär
 






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